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Stodertalfreunde Blog

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Stodertal

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Stodertalfreunde

Eine Schülerin, die 1930 in die Volksschule ging, erinnerte sich an das was ihre Mutter über ihre Schulzeit um 1900 erzählt hat."Als meine Mutter ein Schulkind war, erzählte sie, konnte sie nur ab und zu zur Schule gehen. Nur im Winter konnte sie die Schule häufiger besuchen. Da fiel weniger Arbeit an. Im Sommer musste sie bei der Bauernarbeit helfen und deshalb ließen ihre Eltern sie nicht zur Schule gehen. Für die Bauern waren die Schule um 1900 sowieso nur "Spompanadeln" und dumme "Flausen." Die Schultasche samt Inhalt war nur ein "Glumpt" (unnötiges Zeug).Die Zeugnisse oder Entlassungsscheine beachtete man kaum. Die Bücher wurden schnell zusammengepackt und in den hintersten Winkel der obersten Rumpelkammer geworfen. Viele Bauern konnten damals weder Lesen noch Schreiben.Viele Eltern warteten schon sehr darauf, bis ihre Kinder schulfrei wurden, damit sie zu einem Bauern oder Handwerker arbeiten gehen konnten. Erst dann konnten sich die Kinder selbst ernähren und lagen den Eltern nicht mehr auf der Geldtasche.Damals wollte man keine aufgeklärten Menschen sondern nur nutzbringende Menschen. Bildung und Aufklärung galten als staatsgefährdend. Man brauchte fleißige Arbeiter die man ordentlich in das Joch spannen konnte - wie man es nannte.Bildung bei den unteren Ständen lehnte man ab. Denn so sagte man: "Bildung macht Menschen kritisch und resoniersüchtig". Sie ermutigt den aufsässigen Geist der niederen Stände und zerstört die notwendige Unterordnung". Die Aristokratie und die Kirche waren die mächtigsten Faktoren, die einem Ausbau des staatlichen Schulwesens entgegenstanden.Zu Mutters Kinderjahren um 1900 war Kinderarbeit ganz normal. Kinder waren billige Arbeitskräfte und bekamen nur 1/3 des Lohns, den Erwachsene bekamen. Bei Bauern bekamen Kinder nur  Kost und Quartier für ihre Arbeit.Die Arbeitszeit betrug damals bis zu 14 Stunden täglich und das auch für Kinder nach Ende der Schulzeit.
Auf Ansuchen der Bauern wurden die Kinder vom Schulbesuch zwischen Ostern und Allerheiligen frei gestellt um daheim bei der Arbeit mithelfen zu können. Das nannte man "Sommerbefreiung".



"Rhythmus im Tal - Wissenschaft und Poesie in Holz" eine Ausstellung mit Werken von Dr. Barbara Ritterbusch Nauwerck im Alpineum Hinterstoder - Mai bis Oktober 2017
Musikalische Begleitung bei der Vernissage:
Romana Kronberger, Flöte
Christoph Radinger, Cembalo                                                              



Dr. Barbara Ritterbusch Nauwerck






Eine Pensionistin, sie ist schon vor einigen Jahren verstorben, die im elterlichen Bauernhaus im Stodertal aufgewachsen ist, dann in Deutschland gelebt hat, bekämpfte ihr Heimweh in dem sie ihre Kindheits - und Jugenderinnerungen aus den 1930er Jahren aufgeschrieben hat. In diesen berührenden Aufzeichnungen dachte sie  auch an ihre Mutter.

"Je älter ich werde, desto häufiger denke ich zurück an meine Mutter. Ich sehe sie vor mir mit ihrem schwarzen, bläulich schimmernden Haar, das im Laufe der Jahre ganz weiß geworden ist. Mit geschlossenen Augen sehe ich das sanfte, wohlgeformte Gesicht mit den gütigen Augen und dem weichen Glanz, aus denen nur Liebe zu erkennen war. Ihr Blick erwärmte unsere Kinderherzen jeden Morgen und jeden Abend. Ihre Freuden waren unsere Freuden, ihr Schmerz war unser Schmerz. Ihre Sprache war unsere Sprache. Es gibt keine Stimme auf Erden, die ich lieber gehört hätte als die Stimme meiner Mutter mit ihrem Wohlklang und ihrem Dialekt. Die Mutter war für mich, meine Schwester und für meine beiden Brüder immer da wenn wir sie brauchten. Sie stand  am Morgen  als Erste auf  und ging abends als Letzte zu Bett. Hundertmal am Tag hieß es, Mutter komm, Mutter gib, Mutter hilf. Hundertmal half sie, gab sie und tröstete sie. Sie war immer bereit, immer geduldig und auf das eigene Wohl vergessend. Von meiner Mutter habe ich alles gelernt, was im Leben am Wichtigsten ist. Stets helfen, verzeihen, geduldig warten und zufrieden sein. Alles Gute in meinem Wesen verdanke ich ihr. Sobald wir sprechen konnten lernte sie uns das erste Gebet und die Hände zu falten.Aus all ihren Worten und Gesten strömte die Sorge um das seelische und körperliche Wohl ihrer Kinder. Sie besaß keine wertvollen Dinge. Alles was sie hatte konnte sie leicht auf ihrem Rücken tragen. Es war ihr auch nicht wichtig etwas zu besitzen. Meine Mutter hat mich nie um etwas gebeten auch wenn sie das eine oder andere notwendig gebraucht hätte. Und immer hatte sie zu geben und zu schenken. Sie wusste alle Liebe und Fürsorge auf uns Kinder gleichmäßig zu verteilen und doch hatte ich immer das Gefühl, als wäre sie für mich alleine da. Ihre Liebe war die Sonne meiner Kindheit". 




Von meiner Jugendzeit, als Schulmädchen, in den 1930er Jahren.
"Wenn wir Bergbauern auch nur eine kleine Landwirtschaft hatten, so waren neben ein paar Kühen, Schweinen, Ziegen, Hasen immer viele Hühner auf dem Hof. Für die Hühner sorgten hauptsächlich meine Geschwister und ich.Wenn eine Gluckhenne Junge hatte, dann ließ sie uns nicht sehr nahe an die Kücken heran. Eine Hühnermutter bewachte alle ihre Kücken und würde mit jedem kämpfen, der ihr eines ihrer Jungen wegnehmen würde. Ich habe sogar gesehen wie sie einmal einen jungen Fuchs verjagt hat. Wenn die kleinen, wolligen Bibihenderl aus den Eiern schlüpften wurden sie schon von ihrer Mutter belehrt welches Futter sie fressen können. Sobald die Henne einen Wurm hatte, lockte sie mit einem eigenartigen meckernden Ton ihre Kücken zur Mahlzeit.Wenn die Kücken größer wurden und unter der Henne nicht mehr Platz fanden, setzten sie sich einfach auf ihren Rücken.Wir bauten für unsere Hühner Nester in die sie ihre Eier legen sollten. Leider taten sie das nicht immer und bauten sich selber ihre Nester. Eine Aufgabe für uns Kinder war es diese Nester zu suchen. Wir fanden sie an ganz versteckten Stellen und manchmal fanden wir sie erst Wochen später, wenn die Eier nicht mehr verwendet werden konnten oder die Bruthenne mit ihren Jungen zum Vorschein kam.Heute gibt es Maschinen, die das Brüten ersetzen und gleich tausende Eier auf einmal ausbrüten. Heute holen die Bauern die Kücken in einer Kiste aus der Brutanstalt nach Hause. Nur zum Eierlegen braucht man noch die Hühner. Heute gibt es Legebatterien in denen tausende Hühner gehalten werden und die Eier am Fließband produziert werden.Bei uns wurden im Frühling, wenn es noch kalt war, die Kücken in einem Karton auf den Kachelofen gestellt. Dort hatten es die kleinen Henderl warm und es war in der Stube sehr gemütlich wenn sie leise vor sich hinpiepsten. Sie fühlten sich zart, weich und wollig an.
Ich mochte unsere Hühner sehr und es traf mich bis in das Herz, wenn man sie schlachtete und ihnen einfach den Kopf abschlug. Sie hatten einen unglaublichen Willen zum Leben. Selbst ohne Kopf liefen sie noch ein paar Meter bis die Lebensgeister erloschen. Heute werden die Hühner maschinell getötet. Weglaufen können sie nicht mehr".

 




Kücken in der Brutanstalt
Legebatterie
Diese Übersicht über die nächsten Veranstaltungen in Hinterstoder hat Julia Körber von der Gemeinde  zur Verfügung gestellt:

Dem Arbeitskreis der "Gesunden Gemeinde Hinterstoder"
zur Verleihung des Qualitätszertifikates  herzliche Gratulation  



Hinterstoder auf einen Blick  

Wetter

Bergwetter
Heute 21.8.2017
1°
5°
Talwetter
Heute 21.8.2017
9°
13°

Huttererböden

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Höss-Express Bergstation

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2000er Bergstation

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Panoramalift Bergstation

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Hössbahn Talstation Hinterstoder

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öffnungszeiten

hinterstoder.lounge, Alpineum
Mo–Fr 8–12 | 14–17 Uhr
Sa, So 9–17 Uhr
Bergbahnen 
8:45–12:15 | 13–16:30 Uhr
(ab 18.06. durchgehender Betrieb)
Detailinfos finden Sie hier. 
Tennishalle, Freibad, Minigolf
Mi–Mo 9:30–22 Uhr

Veranstaltungen

Holzwerke von Barbara Ritter..
Alpineum
7. 5. 2017 bis 1. 10. 2017
Landschaft revisited Kunsta..
Hösshalle
6. 7. 2017 bis 30. 10. 2017

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