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Aktualisiert: vor 8 Stunden 35 Minuten

Vom Hengstpass zur Tannschwärze und Schwarzkogel

Fr, 10/13/2017 - 12:17
Wenn man die wenigen Kilometer vom Stodertal über Windischgarsten zum Hengstpass fährt, kommt man in eine zauberhafte Almlandschaft die zum Wandern einlädt.Von der Spitzenbergalm am Hengstpass, dem Ausgangspunkt der Wanderung, sieht man beinahe bis zum Gipfel der Tannschwärze hinauf. Obwohl der Weg nicht markiert ist lohnt es sich, weil vom ersten bis zum letzten Schritt wunderbare Ausblicke zu genießen sind.Von der Spitzenbergalm am Hengstpass (985m) führt ein gemütlicher Weg den Berg hinauf.
Allmählich wird der Weg schmäler und mündet nach ca. 30 Minuten in eine Forststrasse. Auf einer Almwiese sollte man aufpassen, dass man den Trampelpfad der Kühe nicht mit dem Weg verwechselt. Oben auf dem Spitzenbergriedl angelangt, bietet sich der erste eindrucksvolle Panoramablick. Haller Mauern, Totes Gebirge, Sengsengebirge, Hintergebirge und Voralpen. Die Haller Mauern sind zum Greifen nahe. Weiter geht es über den Almboden zunächst gemütlich bergauf, wird aber allmählich steiler und enger. Das letzte Stück des Weges führt an der senkrecht abfallenden Nordseite der Tannschwärze entlang. Am Gipfel (1533m) steht ein Bankerl, das zur Rast einladet. Ein rund 500m langer Grat verbindet die Tannschwärze mit dem Hauptgipfel, dem Schwarzkogel (1554m). Ohne Schwierigkeiten ist dieser Gipfel über einen Steig durch Latschen in 10 bis 15 Minuten zu erreichen.

Den Tipp und die Bilder zu diesem Ausflug hat Hans Ratschenberger zur Verfügung gestellt. 
Passhöhe "Spitzenbergalm"
"Spitzenbergalm"


    Tannschwärze-Blick zm Hengstpass


Warscheneck, Spitzmauer, Gr. Priel, Kl. Priel


  Warscheneck
Von links - Warscheneck, Spitzmauer, Gr. u. Kl. Priel
Von rechts Kl. Priel, Gr. Priel, Spitzmauer, Hochkasten
   Blick Hintergebirge
   Gipfelkreuz Tannschwärze dahinter Hintergebirge
  Gipfelbuch Tannschwärze
   Blick nach Windischgarsten und Gr. u. Kl. Priel
       Blick Mitte Kl. u. Gr. Pyhrgas
Rechts Kl. Pyhrgas Gr. Pyhrgas - Mitte vorne Kreuzmauer,
 hinten Scheiblingstein

Fliegerlegenden aus dem 1. Weltkrieg

Fr, 10/06/2017 - 11:23
Carl-August Baron von Schoenebeck, verheiratet mit Gräfin Ingeborg von Eulenburg, war im 1. Weltkrieg hoch dekorierter Jagdflieger, im gleichen Jagdgeschwader mit den Fliegerlegenden Manfred Freiherr von Richthofen und Ernst Udet und mit ihnen befreundet. Manfred von Richthofen, "der rote Baron" wie er genannt wurde, schoss 80 feindliche Flugzeuge ab und war der erfolgreichste Jagdflieger im 1. Weltkrieg. Er stürzte 1918 bei einem Luftkampf mit seinem Flugzeug ab und wurde nur 26 Jahre alt.Ernst Udet war mit 62 Abschüssen feindlicher Flugzeuge der nächst erfolgreiche Pilot.Eine Anekdote von Udet, die von der Ritterlichkeit der Piloten im 1. Weltkrieg berichtet ist überliefert worden. Udet schilderte einen Kampf mit dem französischen Fliegerass Georges Guynemer im Juni 1917. Der Franzose und der Deutsche kämpften verbissen gegeneinander bis Udet eine Ladehemmung hatte. Es wäre für Guynemer leicht gewesen  ihn abzuschiessen. Aber der französische Pilot, als er sah das sein Feind wehrlos war, flog auf ihn zu, grüßte ihn und verschwand in den Wolken.Ernst Udet war auch mit Carl Zuckmayer, dem bekannten deutschen Dramatiker gut befreundet, der wiederum das Fliegerass für sein berühmtes, mehrfach verfilmtes Stück "Des Teufels General" zum Vorbild nahm. Udet, der im 2. Weltkrieg zum Generaloberst im Reichsluftfahrt-Ministerium ernannt wurde, starb 1941, 45jährig durch Suizid, weil er mit dem nationalsozialistischen Gedankengut nicht zurechtkam und sich deshalb mit dem Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe, Reichsmarschall Hermann Göring, einem langjährigen Fliegerkameraden, überwarf.Generalmajor Carl August von Schoenebeck starb 1989 mit 91 Jahren. Er war oft in Hinterstoder, wohnte im Griesserhaus und ging im Stodertal gerne zur Jagd.

Carl August Baron von Schoenebeck
Generalmajor Carl August Baron von Schoenebeck
Manfred Freiherr von Richthofen
Die Flugzeuge, die Manfred Freiherr von Richthofen flog, waren meistens
rot gestrichen. Er wurde daher auch der "Rote Baron" genannt.

Generaloberst Ernst Udet
                                       Baron und Baronin von Schoenebeck


Bilder von Peter Lang

Do, 10/05/2017 - 17:07
Julia Körber von der Gemeinde Hinterstoder informiert:


Schulanfang in Hinterstoder

Fr, 09/29/2017 - 16:39
Eine Stodertalerin erinnert sich an ihre Jugend vor rund 70 Jahren.
"Ich war schon 7 Jahre alt als ich endlich in die Schule gehen durfte. Zum normalen Schulbeginn mit sechs Jahren durfte ich noch nicht in die Schule. Ich hatte ein Fliegengewicht, dünn, sehr zart und wog nur fünfzehneinhalb Kilo, obwohl wir auf unserem Bauernhof  genug Essen hatten. Das war für ein Mädchen wenig. Deshalb wurde ich  um ein Jahr zurückgestellt. Mein älterer Bruder, wir waren zwei Mädchen und zwei Buben, ging schon zur Schule. Er hatte eine Schachtel mit einzelnen Buchstaben zum Zusammensetzen  von Wörtern und eine Rechenmaschine mit Holzkugeln. Ich konnte mich stundenlang mit den Buchstaben und der Rechenmaschine beschäftigen. Dadurch lernte ich bereits mit vier Jahren lesen.Das Klassenzimmer war ein heller freundlicher Raum mit einem Podium auf dem ein Katheder (Schreibtisch) für den Lehrer stand. Wir hatten Bänke mit einem grün gestrichenen Pult. An der Stirnseite war ein Kreuz und ein Bild von Kaiser Franz Josef der in erhabener Ruhe und unnahbar auf uns herunterblickte. Auf der Fensterseite war eine Tafel auf der eine Unzahl von Vögeln abgebildet waren.Als ich zur Schule kam musste ich das Lesebuch von rückwärts nach vorne beginnen, weil die Lehrerin glaubte, ich hätte alles auswendig gelernt. Im Lesebuch stand:"a,a,a, der Winter der ist da,e,e,e, nun gibt es Eis und Schnee,o,o,o, wie sind wir Kinder froh".Von 53 Schülerinnen war ich die Leichteste in der ganzen Schule. Ich war unglaublich beweglich und meine Mutter hatte große Bedenken wie ich es mit dem Stillsitzen in der Schule aushalten würde.Ich hatte eine schwarze Schiefertafel, die mit einem Holzrahmen eingefasst war. Im Rahmen war ein Loch, durch das eine Schnur  eingezogen war, an der ein Fetzen und ein Schwamm hing. Mit dem Griffel geschriebene Buchstaben oder Zeichnungen konnte man mit dem feuchten Schwamm und dem Fetzen wieder weglöschen. Eine Seite der Tafel war rot liniert. Zwischen 2 Linien übte ich als erstes  schiefe Striche. Einen neben dem anderen. Mit viel Mühe machte ich Strich um Strich bis der Griffel abbrach. Schönschreiben war ein Unterrichtsfach. Schreiben lernten wir damals in Kurrentschrift. Die Bücher für den Unterricht bekamen wir von der Schule. Sie waren alle alt und abgegriffen, weil sie schon  Jahre davor, immer wieder, Schüler im Unterricht benützt haben. Neue Bücher bekam man nur ganz schwer. Da mussten schon vom alten Buch Seiten fehlen oder es musste so zerrissen sein, dass es nicht mehr verwendet werden konnte. Wenn man die Bücher in der Schule bekam mussten sie zuerst einmal in Packpapier eingebunden werden. damit sie möglichst geschont wurden. Darauf wurde sehr geachtet, sonst bekam man eine Strafarbeit. Die Schachtel für die Griffel und die Griffel mussten die Eltern kaufen. Ich bekam ein hölzernes Penal das ich heute nach 70 Jahren immer noch besitze.Der Zustand der Bücher wurde vom Lehrer immer wieder kontrolliert und der Rahmen der Schiefertafel musste immer sauber gewaschen sein. Sonst gab es Strafen. In der Eile, weil es bequem war, verwendeten wir zum Löschen oft Spucke (Speichel) und zum Abtrocknen die Schürze oder den Ärmel.Wenn wir gelaufen sind haben die Tafel und die Griffelschachtel in der Schultasche ziemlich laut geklappert."

Unsere alte Schule gegenüber der Kirche
Kinder vor der Schule
Dir. Angerhofer links mit Schülern, die ein Theaterstück von ihm aufführten  
Altes Klassenzimmer im Museum Windischgarsten

Helmut Wallner, unser Bürgermeister, feierte seinen 70. Geburtstag

Fr, 09/22/2017 - 09:18
Zahlreiche Gratulanten fanden sich am 19. September in der Hößhalle ein, um Glückwünsche zu überbringen. Immerhin ist Helmut Wallner seit 1991, also seit 26 Jahren, Bürgermeister von Hinterstoder.Rainer Schlesinger, Schuldirektor von Vorderstoder in Pension, hat einmal in einem Gedicht aufgezählt was Helmut als Bürgermeister alles für die Gemeinde tut. Das Gedicht ist sehr lang, aber das alles was wir unserem Bürgermeister zu danken haben, sollte zu diesem Anlaß in Erinnerung gerufen werden.
.....vom Amt des Bürgermeisters:..es ist net alles nur schen,des Amt ist schwerund kann da ordentlich auf die Nerven gehn!
Er hat ja tausend Dienstverrichtungen,und gesellschaftliche Verpflichtungen.so a gewissenhafter Gemeindevater -einen endlosen Streß hat er!
Eröffnungen, Besichtigungen, Ehrungen,Versammlungen und Dichterlesungen und Zehrungen,Bauverhandlungen und Spatenstiche,Unterredungen, Aussprachen, Einsprüche,Vorsprachen, Fürsprachen und Absprachenund natürlich jede Menge Ansprachenund noch hundert solche schöne Sachen.
Laufend muss er Sitzungen abhaltenund Politiker aufhaltenund Termine einhaltenund Meckerer aushaltenund sich bei Streitereien möglichst draushalten.
Im Wirtshaus muß er fleißig mithaltenund halbwegs unbeschädigt durchhaltenund die anderen Gäste womöglich freihalten:und zur rechten Zeit sollte er das Maul halten-aber trotzdem sollt er immer reden können.
Auf freche Kritiker darf er nie spinnen:der Opposition muß er standhalten;die Gemeindestreithanseln muß er auseinanderhalten,aber seine Fraktion sollte er gut zusammenhalten!Für seine Mitarbeiter muß er herhalten;Antragsteller schön lang hinhalten,und die Wähler bei der Stange halten,sonst kann er sich als Bürgermeister nicht lange halten.
Und für was diese Strudlerlei in aller Welt?Für Ruhm und Ehr?Oder leicht gar fürs Geld?Nimmermehr!Nur für eure Zukunft, liebe Bürger,muß er seine Baustellen schön in Gang halten!Nur für euer Wohlgeht er seinen schweren Weg!............
...............................
                                                     Erinnerungen an die Jugendzeit
Erste Auftritte von Helmut mit Cousine beim Gedichtevortrag 




                                     Die Geburtstagsfeier in der Hösshalle am 19.9.2017














 Julia Körber von der Gemeinde hat den Beitrag ermöglicht. Die Bilder vom Geburtstagsfest sind von:  BezirksRundschau/Staudinger

Eröffnung des Kindergartens in Hinterstoder vor 60 Jahren

Fr, 09/15/2017 - 11:12
1957 wurde in Hinterstoder der erste Kindergarten eröffnet.
Lehrerin Maria Moser, die zur Kindergarteneinweihung sprach, drückte damals schon Sorgen aus, die allerdings im Laufe der Jahre noch viel, viel größer geworden wären. Was würde Maria Moser wohl heute zu der Reizüberflutung durch Internet und Massenmedien sagen?

"Es ist mir ein Herzensbedürfnis die Gründung dieses Kindergartens zu begrüßen und dem schönen, fröhlichen Betrieb mit unseren 3 - 6jährigen Stöderern wärmstens allen Segen zu wünschen. Denn aus diesem Kindergarten werden die Buben und Mädchen später durch die Tür nebenan in meine Klasse kommen und dort ihr 1. und 2. Schuljahr verbringen. So kommt ihnen schon jetzt ein großes Maß von Liebe und Freude und ein warmes Umsorgen entgegen.
Alle Lehrer und Erzieher bestätigen, daß die Kinder, die leicht lernen und gut auffassen, mit jedem Schuljahr seltener werden, weil in unserer Zeit die Fähigkeit, sich sammeln zu können, wie bei den Erwachsenen so auch bei den Kindern immer seltener wird. Das große Maß von Reizüberflutung durch Radio, Kino usw., von ständig wechselnden Ablenkungen von sich selbst ist die unbestrittene Ursache.
Wie schwer es für die Eltern, für die Erzieher und nicht zuletzt für das Kind selbst ist, wenn es schwer lernt und begreift, das wissen alle davon Betroffenen. Wenn es eine Erfahrungstatsache ist, daß Kinder, die durch den Kindergarten gegangen sind, jenen Kindern, die den Kindergarten nicht besuchten, um 1 Jahr in der Schule voraus sind, so ist es bestimmt auch deshalb, weil hier im Kindergarten, neben allem fröhlichen Spiel auch gesorgt wird, daß die Kinder sich sammeln lernen zu einem kleinen Gebet, einem kleinen Lied oder Gedicht, daß sie still werden im Anhören einer von Kindern so sehr geliebten Geschichte.
Wie selten findet daheim noch die Mutter dazu Zeit und wieviel an Schönem und Wertvollem geht dadurch dem Kinde verloren. Gerade in der Sammlung zur Stille werden Anlagen geweckt, im frohen, klug gelenktem Tun erhalten sie die Kraft sich auszuwirken für ein ganzes Leben.
Wollen wir alle im Kinde keine Last sehen, kein Spielzeug, sondern eine Gnade und ein Gottesgeschenk, wollen wir vor allem aber in jedem Kind einen Gottesgedanken sehen, der durch unsere Hilfe, durch Liebe und Strenge, Kraft bekommen soll sich in dieser Welt auszuwirken.
So wollen wir alle dankbar sein, daß auch in unserem schönen Heimattal, in diesem schönen Raum, in den die Berge hereinschauen, ein Kindergarten zustande kam. Möge er sich auswirken als Segen Gottes für die Kleinen, für Eltern und Erzieher, als Segen für unser Stodertal."

Maria Moser und Kinder


Jubelhochzeiten am 10.9.2017 in Hinterstoder

Mo, 09/11/2017 - 13:04
Diesen Beitrag hat Margit Wright vom "Salmer" zur Verfügung gestellt.











Konzert „Alois Mühlbacher & friends“

So, 09/10/2017 - 16:54
Am achten September veranstaltete der Soroptimistclub Windischgarsten-Kremstal ein Konzert mit Alois Mühlbacher & friends im Bernardisaal im Stift Schlierbach. Begleitet wurde Alois – wie gewohnt – von Mag. Franz Farnberger am Klavier. Für Abwechslung sorgten ein Männerensemble und vier Florianer Sängerknaben.

Der Erlös dieser Veranstaltung wurde Stefanie Stöttinger, die allen Stoderern genauso wie Alois bekannt ist, gewidmet.

Der Barocksaal des Stiftes war bis auf den letzten Platz ausgebucht und die Veranstaltung mit dem liebevoll zusammengestellten Programm grandios. Alois gelang es mit seiner gefühlvollen Interpretation alle zu fesseln und mit seiner stimmlichen Bandbreite in Erstaunen zu versetzen. Das Publikum war begeistert und dankbar, so einen schönen Abend erlebt zu haben.

Den Abend moderierte ein Kollege von Alois, Herr Florian Eschelmüller.


von links: Stefanie Stöttinger, Silvia Sturmberger



Stefanie Stöttinger vorne, v.l.n.r. Dr.Marianne Reifberger, DI.Christiane Holter,
Silvia Sturmberger, Angelika Diesenreiter


Alois Mühlbacher, DI Christiane Holter

Bericht: DI Christiane Holter

Der weite Weg von Hinterstoder nach Kalifornien.

Fr, 09/08/2017 - 10:40
Vor einigen Wochen besuchte mich Gösta Iwasiuk mit dem ich 1950 meinen Schulbesuch in der         ersten Klasse Volksschule in Hinterstoder begann. Es gab damals noch kein eigenes Schulgebäude. Klassen der Schule waren, wie unsere 1. Klasse, im Haus gegenüber der Kirche untergebracht. Dort wo später jahrelang das Postamt war.
Göstas Eltern mussten im 2. Weltkrieg aus ihrer Heimat Tschernowitz, ehemals Österreichisch-Ungarische Monarchie, vor den Russen flüchten und sein Vater, von Beruf Arzt, wurde im Krieg von 1942 bis 1945 Gemeindearzt von Hinterstoder. Sie bezogen eine Wohnung in der Prielervilla des Fürsten von Eulenburg und Hertefeld. Die Ordination war im Gemeindehaus. Göstas Eltern hatten den Wunsch in die USA zu emigrieren. Es bot sich die Möglichkeit für seinen Vater bei den US Streitkräften als Arzt zu arbeiten. 1954 übersiedelte die Familie nach Amerika und Dr. Iwasiuk sen. arbeitete als Internist in einem Tuberkulose-Krankenhaus in Peoria Illinois.Gösta vollendete seine Schulausbildung in Peoria und studierte anschließend an der Universität von Illinois Medizin.1967 erhielt er das Diplom als Doktor der Medizin und praktizierte anschließend im Medical Center Los Angeles. Dort wurde er als Gefängnisarzt eingeteilt. Das war ein begehrter Arbeitsplatz für Praktikanten, weil die Jungärzte dort kaum beaufsichtigt wurden. Lediglich ein paar Mal in der Woche kam eine erfahrene Ärztin mit der sie die Therapien besprechen konnten. Gösta war noch nicht lange dort, als ein Gefangener eingeliefert wurde der eine Glühbirne zerbrochen und gegessen hatte. Einen solchen Fall hatte er in seiner medizinischen Ausbildung noch nie erlebt. Erst später kam er dahinter, dass Gefangene wussten wie man eine Glühbirne essen konnte ohne sich zu verletzen. Sie wollten sich damit nur ein paar schöne Tage im Krankenzimmer bei besserem Essen und mehr Freiheiten machen.Einmal wurde ein Mörder eingeliefert, der seine Opfer, meistens Verwandte nach Abschluss hoher Lebensversicherungen, ganz raffiniert mit einer Überdosis Insulin tötete, obwohl diese Personen ärztlich betreut wurden. Der Mörder, dem später mehr als 20 Morde nachgewiesen wurden, erzeugte bei den Opfern künstlich Symptome wie bei einem Herzinfarkt. Nachdem Ärzte die Opfer behandelt hatten spritze er heimlich eine Überdosis Insulin, die den Tod herbeiführte. Es wurde angenommen die Patienten starben an Herzversagen. Stark verbesserte Untersuchungsmethoden würden das heute verhindern.Gösta wurde zum Chirurgen ausgebildet und arbeitete mit medizinischen Robotern in den Krankenhäusern von Ventura, Santa Paula und Santa Barbara in Kalifornien. Er wurde als Arzt und als Luftwaffenmajor der US Air Force im Vietnamkrieg hochdekoriert und ausgezeichnet.  Jetzt endlich, wenn er die Zeit dazu hat, schreibt er interessante Bücher, in denen immer wieder seine Verbundenheit mit der alten Heimat Hinterstoder zum Ausdruck kommt.Den Gemälden seines Vaters Vladimir, der nicht nur ein ausgezeichneter Arzt sondern auch ein begabter Maler war, widmete er das Buch "Vladimirs Visionen" (Blogbeitrag vom 21.7.2017).Sein Leben beschreibt er in dem Buch "Tales of a Country Surgeon" und in dem Buch : "The Jesus Gene" denkt er über die Fragen nach: "Warum sind die Menschen religiös?" und "Woher kommt die Religion". Derzeit arbeitet er an einem neuen Buch, das vorwiegend seiner alten Heimat Hinterstoder gewidmet ist. Der Titel: "Tales From My Hometown".

Gösta mit seinen Eltern in Hinterstoder
Göstas erster Schultag
Klassenfoto 1950
Die Prielervilla
Hochzeit mit Mary Jane
Mit Mary Jane als Offizier der Air Force

Im Operationssaal

Dr. Gösta Iwasiuk
"Geschichten eines Landchirurgen"


Heute, im Ruhestand, lebt Dr. Gösta Iwasiuk mit Familie in einer 110 ha großen Ranch in Santa Paula in Kalifornien mit Pferden und vielen Haustieren. In seinen Plantagen wachsen Avocados, Orangen, Zitronen und Äpfel. .










Der Maler Robert Angerhofer

Fr, 09/01/2017 - 16:53
Robert Angerhofers Vater Josef war Leiter der Volksschule in Hinterstoder (von 1887 bis 1921). Er hatte maßgeblich Anteil an der Entwicklung des Tourismus in Hinterstoder .Sein Sohn, der Maler Robert Angerhofer (geb. 1895, gest. 1987) gilt als wichtiger Vertreter der neuen Sachlichkeit in Österreich. Robert Angerhofer besuchte das Gymnasium in Wels. 1917 kehrte er aus dem 1. Weltkrieg mit einer Granatsplitterverletzung zurück. Ab 1918 studierte er an der "Akademie der Bildenden Künste in München" bei dem Grafiker Peter von Halm. Nach seiner Rückkehr nach Österreich lässt er sich in Schlierbach, im Schloß Dorff nieder. 1926 wird er Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ und 1937 Mitglied des Wiener Künstlerhauses. Er stellte bei der ersten "Großen Deutschen Kunstausstellung in München 1937" aus. 1938 heiratete er die Kunsterzieherin Herta Deissinger. 1941 erhielt er den Gaukulturpreis für Malerei im Gau Oberdonau. 1969 stellte er im Linzer Stadtmuseum im Rahmen der Ausstellung "Linz im Bild seit 1945" aus.












Veranstaltungen der "Gesunden Gemeinde" Hinterstoder

Sa, 08/26/2017 - 11:45
Diese Übersicht hat Julia Körber von der Gemeinde  zur Verfügung gestellt.




Albert Messany und Lieselott Schwarz-Messany schrieben Bücher im Stodertal

Fr, 08/25/2017 - 10:55
Albert Messany war Schriftsteller, Forscher und Großwildjäger. Er besaß schon in den Kriegsjahren des 2.Weltkriegs ein Jagdhaus in Hinterstoder. Hier schrieb er Bücher über die Jagd in Österreich und in entlegenen Teilen der USA und Kanada.
Durch seine guten Kontakte zum Filmhersteller AGFA in Leverkusen bekam er, als die ersten Farbfilme zu Beginn des 2. Weltkriegs  auf den Markt kamen, die ersten Filme zur Probe und für Tests. Er filmte damit  auf 16mm Film die ersten Farbfilme auf seinen Reisen und im Stodertal.

Seine Tochter Lieselott erbte das schriftstellerische Talent ihres Vaters und schuf ebenfalls einfühlsame, erfolgreiche Erzählungen und Romane, in denen man auch immer wieder ihre Liebe zum Stodertal spüren kann.




Albert Messany war aber nicht nur Autor von interessanten und spannenden Büchern, er war auch Restitutor (Wiederhersteller) des alten St. Hubertus-Ordens. Am 10. Mai 1950 restituierte er mit Zustimmung der Österreichischen Bundesregierung die Konvention als
Internationaler St. Hubertus-Orden.

Aus Wikipedia - St. Hubertus-Orden
St.Hubertus-Orden

Konzert des Richard Österreicher Trios im Prielergut.

Sa, 08/19/2017 - 12:39
Richard Österreicher, Sohn eines Musiklehrers, geboren 1932, studierte am Konservatorium der Stadt Wien Gitarre und Klavier.
1958 gründete er eine eigene Combo, mit der er als Gitarrist bis 1967 auftrat. Danach wurde er Mitglied des ORF-Unterhaltungsorchesters und ab 1972 der ORF-Big-Band, deren Leitung er 1976 übernahm. Er wurde auch musikalischer Leiter diverser Fernseh-Shows wie "Die große Chance“ und komponierte diverse Signations für Sendungen wie "Champion“, "Countdown“, "Wer A sagt“ oder "O du mein Österreich“.
Beim Eurovisions Song Contest dirigierte Oesterreicher in den Jahren 1978 bis 1991 zahlreiche österreichische Beiträge mit Musikern wie Gary Lux, Christina Simon, Thomas Forstner oder Timna Brauer. 1981 gründete er seine eigene Big Band, die einen hervorragenden Ruf hatte und mit Künstlern wie Udo Jürgens, Peter Alexander, Bill Ramsey, Caterina Valente, aber auch Edita Gruberova und Jose Carreras zusammenarbeitete. 1985 leitete Oesterreicher im wiedereröffneten Raimundtheater in Wien die Eröffnungspremiere "Viktoria und ihr Husar“ von Paul Abraham.
Richard Österreicher ist eine lebende Legende der heimischen Jazzszene und führt mit seiner Band auf eine beschwingte, musikalische Reise durch das “Great American Songbook” mit seinem Repertoire der großen Jazzvokalisten und ausgesuchten Broadway Melodien.
Am 18. August begeisterte das Richard Österreicher Trio mit Richard Österreicher Mundharmonika, Sebastian Küberl Bass und Thomas Kramer Gitarre die Gäste im KUNST–SchAU–STALL Prielergut. Monika Aufner las berührende Texte von Hildegard Knef.











Aus den alten Gästebuchern vom "Gasthaus zur Post" in Hinterstoder

Fr, 08/11/2017 - 15:34
Die ersten Besitzer vom Gasthof zur Post in Hinterstoder waren Karl und Josefa  Buchschachermayr. Am 1. August 1904 legten sie für ihre Gäste ein Gästebuch auf.
Jahrzehnte waren die beiden alten Gästebücher verschollen, bis sie durch Zufall im Mühlviertel entdeckt wurden und wieder in den Gasthof zur Post nach Hinterstoder zurückgebracht wurden.Früher hinterließen die Gäste Gedichte und Zeichnungen vor allem aber klebten sie Marken ihrer Vereine und diverser Organisationen zur Erinnerung in die Bücher. Das eröffnet einen Blick in längst vergangene Zeiten.


Tarife der Bergführer und Träger






Der Gemeindearzt von 1942 bis 1945, im 2. Weltkrieg, war Dr. Iwasiuk,
 ein begnadeter Maler und ein Stammgast im "Gasthof zur Post"
Er portraitierte damals die heutige Seniorwirtin Sieglinde.
Das Bild ist aber nicht im Gästebuch

Kindheitserinnerungen eines Bauernmädchens von den 1930er Jahren.

Fr, 08/04/2017 - 13:58
"Wenn wir Kinder krank waren hatte meine Mutter für alle Wehwehchen ein Heilmittel parat. Sie sagte immer: "Wenn es für das Vieh gut ist, dann ist es auch für die Menschen gut."Bei Fieber bekamen wir einen Kranz aus Krenscheiben um die Gelenke gewickelt. Die Krenscheiben wurden ganz trocken und zogen das Fieber heraus. Auf den Bauch legte sie  uns Leinsamen und feuchte Lehmbeutel. Zum Trinken bekamen wir Hollundersaft und Lindenblütentee. Wir waren nicht traurig wenn wir krank waren, denn dann gab es immer besonders gute Sachen zum Essen. Eingeweichte Semmel in Milch war meine Leibspeise. Wenn wir uns in den Finger schnitten, war das weniger angenehm. Da wurden wir mit Jod eingepinselt, das wie Feuer brannte.Ein verstauchter Knöchel wurde mit essigsaurer Tonerde umwickelt. Mutter hatte aber auch immer jede Menge Heilkräuter auf Lager. Z.B. Rosmarin, Sauerampfer, Beifuß und Tausendguldenkraut für die Magenbeschwerden von Vater. Rhabarber als Abführmittel und Bohnenkraut bewirkte das Gegenteil. Brennesseltee war zum Blut reinigen und Harn treibend. Eibisch, Habichtskraut, Spitzwegerich waren bewährte Hustenmittel. Schafgarbe und Huflattich wirkten bei Erkältungen und Kamille bei allen Entzündungen. Bei Magenbeschwerden half auch Kalmuswurzel. Baldrian und Pfefferminztee bekam ich bei Herzklopfen und Angstzuständen.Beim Zähneziehen hatte Vater eine eigene Methode. Er band den schmerzenden Zahn  an einen starken Zwirn und das andere Ende an die Türschnalle der offenen Tür. Dann schlug er mit Schwung die Tür zu und der Zahn war herausgerissen.  Wenn bei uns einer Masern oder Mumps hatte, dann hatten es immer gleich alle vier Kinder. Meine zwei Brüder, meine Schwester und ich. Einmal hatten wir alle Scharlach und lagen gemeinsam so lange in einer Kammer bis wir wieder gesund waren. Mutter hatte auch einige Medizinbücher, die sie bei unserer Behandlung zu Rate zog.
Es war schon schlimm wenn jemand bei uns krank war, aber fast noch schlimmer war es wenn eine Kuh oder ein Schwein krank war.Wenn eine Kuh kalben sollte schaute Vater immer vor dem Schlafengehen in den Stall ob auch alles in Ordnung war. Wenn ein Kälbchen geboren wurde durften wir Kinder nicht zusehen. Trotzdem konnten die Erwachsenen das nicht verhindern. Wir knieten uns vor die Öffnung, bei der die Hühner aus dem Stall ein und aus gingen nieder und spähten durch das Loch in den Stall. Dort konnten wir sehen wie das Kälbchen aus der Mutterkuh herausgezogen wurde. An den Beinen wurden Stricke festgebunden und dann wurde mit vereinten Kräften gezogen. Wenn es dann da war, ganz nass, wurde es sofort mit Stroh abgerieben damit es nicht fror. Es hat auch gleich verstanden wo man bei der Mutterkuh die Milch saugen konnte um den Hunger zu stillen".  




Wend Graf zu Eulenburg und Hertefeld - Erinnerung an die Ferien in Hinterstoder

Fr, 07/28/2017 - 10:35
In seinem Buch "Ein Schloß in der Mark Brandenburg" schrieb Wend Graf zu Eulenburg und Hertefeld aus der Erinnerung seiner Jugendzeit über das Schloß Liebenberg und die Ferien im Jagdgut in Hinterstoder.Wend Graf zu Eulenburg und Hertefeld (geb.1908, gest.1986) wuchs im Schloß Liebenberg auf und musste miterleben, wie durch die Trennung Deutschlands in Ost und West nach dem 2. Weltkrieg Liebenberg an Ostdeutschland fiel und der hunderte Jahre alte Familienbesitz für immer verloren ging. Nach der Deutschen Wiedervereinigung ging das Gut nach mehreren Zwischenbesitzern an die Deutsche Kreditbank AG. Stiftung für gesellschaftliches Engagement, die es als Veranstaltungs- und Seminarzentrum nutzt.
"Fast alle Ferien in unserer Jugendzeit verbrachten wir auf einem Jagdgut einer Tante meiner Mutter in Hinterstoder in Oberösterreich, das sie, wie wir später erfuhren, meiner Mutter zugedacht hatte. Eine aus der Jahrhundertwende stammende, ganz in Zirbelholz getäfelte Villa (Prielervilla) wurde fortan unsere zweite Heimat. Die Reise in das damals noch so stille Stodertal, das der Schriftsteller Sonnleitner um die Jahrhundertwende zum Schauplatz seiner "Höhlenkinder im heimlichen Grund" machte, war für uns jahrelang ein jedesmal wieder aufregendes Erlebnis.Von Berlin reiste man im Schlafwagen über Passau nach Linz, wo man in die Pyhrnbahn nach Graz umsteigen mußte, mit der man nach eineinhalb Stunden die winzige Bahnstation Dirnbach-Stoder erreichte. Schon lange bevor man dort ankam, wurden unsere zahllosen Gepäckstücke im Gang vor der Tür gestapelt, da der Zug nur wenige Minuten in Dirnbach zu halten pflegte und man mit dem Ausladen der vielen Sachen immer in Zeitnot geriet.Vor dem Bahnhof standen zwei Fahrzeuge, eine mit zwei großen Pferden bespannte Kutsche für die "Herrschaften", vom Kutscher Hutgrabner gelenkt, und ein Ochsenkarren für das Gepäck und die Dienerschaft, den der "Ochsenjunge Humpl " befehligte. Unsere Leute machten beim Anblick ihres Fahrzeugs recht verdutzte Gesichter und zogen es dann vernünftiger Weise vor, den Weg in das etwa 10 Kilometer entfernte Stodertal zu Fuß zurückzulegen.Noch heute ist das Betreten des Tales, wenn sich der Blick hinter der engen Talschlucht am Strumboding Wasserfall plötzlich weitet und die grandiose Kette der das Tal abschließenden hohen Berge des "Totengebirges" auftaucht, immer wieder ein Erlebnis. Zwischen den waldigen Vorbergen eingebettet liegt das kleine Dorf Hinterstoder, von saftigen Wiesen umgeben, vor uns. Das alte Kirchlein, die Post und der "Gemischtwarenverschleiß" von Franz Pachleitner - ein paar Häuser noch, und schon hat man das Ende des Dorfes erreicht, biegt in einen kleinen Nebenweg ein und überquert auf einer holprigen  und wippenden Holzbrücke die Steyr, um rechts und links noch einige Bauernhäuser zu passieren, die kleine Pension "Enzian", und dann geht es aufwärts in den Wald hinein. Nach wenigen hundert Metern erscheint aber schon auf einer blühenden Bergwiese unser Ziel, das Prielerhaus, von dessen Veranda Frau Hutgrabner mit einem großen weißen Tischtuch den  Ankömmlingen entgegenwinkt und dabei das Glöcklein auf dem Dachfirst klingen läßst.Seither hat sich hier und vor allem im einstmals stillen Stodertal so manches geändert. Aus dem unbekannten Tal ist heute ein fast weltweit bekannter Ort geworden und ein Ziel oft Tausender ski- und wanderbegeisterter Touristen, die der gewaltigen Schönheit der Natur - Gott sei Dank - bisher aber noch wenig anhaben konnten".

Liebenberg ca. um 1910

Buchumschlag

Das Stodertal
Prielervilla    

Kurse der "Gesunden Gemeinde Hinterstoder"

Do, 07/27/2017 - 18:57
Diese Übersicht hat Julia Körber von der Gemeinde  zur Verfügung gestellt.




Auf Sommerfrische Ideen schmieden. Der Landinger Sommer verknüpfte Entspannung und Austausch

Mi, 07/26/2017 - 12:25
Diesen Rückblick auf den Landinger Sommer, vom 13. bis 21.7.2017, in Hinterstoder hat Julia Körber von der Gemeinde  zur Verfügung gestellt.

Wenn in Hinterstoder ein Viehtransporter Kunstwerke vom Berg ins Tal fährt und Raumplaner in der Sechser-Gondel die neuesten Entwicklungen im Städtebau diskutierten, dann ist der „Landinger Sommer“ ins Tal gekehrt. Die Veranstaltungs- und Vernetzungswoche lud auch dieses Jahr von 13. bis 21. Juli zu einer Sommerfrische der besonderen Art. „Der Landinger Sommer ist eine einwöchige Ausnahmesituation in einer inspirierenden Umgebung. Hier erfahren lernfreudige Menschen manchmal etwas über Themen, von denen sie zuvor gar nicht wussten, dass es sie gibt“, sagt Initiator Christof Isopp. Seit 2012 treffen sich kreative Köpfe aus Stadt und Land um gemeinsam die Bergkulisse zu genießen und laut über die Zukunft nachzudenken. Die Wanderschuhe gehören dabei genauso selbstverständlich zur Ausstattung eines Besuchers wie Laptop und Visitenkarten.Die diesjährige Themenpalette reichte vom Innovationsmotor Stadt, über Kunst im Dorf bis hin zum Containertransport. Diese Vielfalt brachte Kommunalpolitiker, Forscher, Architekten, Stadtplaner, Kunstinteressierte und Regionalentwickler an einen gemeinsamen Tisch. Auch dieses Jahr standen die Türen der Hinterstoderer Hösshalle für alle offen, die eine Woche oder auch nur einen Nachmittag zuhören und mitreden wollten. Das Programm startete mit dem vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie initiierten „Smart-Cities-Thementag“. Bereits zum vierten Mal versammelten sich Stadtentwickler aus allen Ecken Österreichs zum ungezwungenen Ideenaustausch. Im Veranstaltungssaal, bei einer Fahrt mit der Gondel und an den Stehtischen am abendlichen Schmankerl-Buffet drehten sich die Gespräche um die Stadt als Motor für Innovation. Dass nicht nur in der Stadt sondern auch am Land viel Neues entsteht, zeigte sich tags darauf. Vertreter aus innovativen Gemeinden in Österreich und Deutschland vernetzten sich bei einer Veranstaltung der Plattform Zukunftsorte mit dem Titel „Co-Kultur – Über eine Kultur des Kooperierens & Teilens“. Neun Vortragende präsentierten nachahmungswürdige Kooperationen am Land über Altersgrenzen, Unternehmensgrenzen und Gemeindegrenzen hinweg. Zusammenarbeit, so das Fazit, spart Ressourcen, macht den Tourismussektor wieder fit, ermöglicht Integration und setzt neue wirtschaftliche Impulse.Das Projekt von Florian Radner zeigte etwa, wie in einer Gemeinde wie Hinterstoder eine mobile Bibliothek entstehen könnte. Ein spezieller Bibliotheks-Anhänger könnte von Ort zu Ort reisen und nebenbei auch als Lesebühne oder Klassenraum dienen. Mehrere Gemeinden teilen sich eine Bücherei auf Rädern und sparen damit Geld und Personal.Das Kunstprojekt „Landschaft revisited“ diente als Beispiel bereits realisierter Kooperationskultur. Der Bayrische Künstler Peter Lang empfing die „Landinger Sommer“-Besucher am 15. Juli bei rauem Wetter auf der Hutterer Höss in seinem Atelier-Container. Hier lebt und arbeitet der Landschaftsmaler einen Sommer lang auf über 1.800 Meter Seehöhe, um die Lichtstimmungen der Kalkalpen auf Leinwand zu bannen. Dabei geht es ihm um mehr als nur die schöne Bergkulisse: “Wenn, man die Landschaft versteht, versteht man auch die Leute”, sagte Lang zu seinem Besuch.Dass der Atelier-Container nach Aufenthalten in Patagonien und Island nun auch Hinterstoder besucht, verdankt der Ort ebenfalls dem Landinger Sommer. Vergangenes Jahr entwickelte der bayrische Soziologe Klaus Zeitler gemeinsam mit Hinterstoderer Vordenkern in der Sommerfrische-Woche die Idee, Peter Lang einzuladen. Ein Jahr später hängen die Früchte dieser Vernetzung sichtbar in der Hösshalle. Bei der Vernissage am 15. Juli präsentierte der Künstler erste Werke aus seinem reisenden Atelier. Dazu beförderte ein Viehtransporter die meterlangen Großleinwände mehr als 1200 Höhenmeter ins Tal hinab.  “Dieses Projekt ist ein weiterer Meilenstein für uns”, sagt der Hinterstoderer Bürgermeister Helmut Wallner. Der Ort profitierte nicht nur direkt von den Landschaftsportraits, sondern gewann auch wichtige Kontakte zur Kunstwelt. So fand die Ausstellung Peter Langs in Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museum Hannover, einen prominenten Kurator.Zwischen konzentrierten Vorträgen und Kunstgenuss fand auch gemütliches Beisammensein seinen festen Platz im Programm. Auf die Vernissage folgte das feierliche Maibaum-Umschneiden. Auch das so-genannte „Bänkle-Hock“ besetzt einen Fixplatz im Zeitplan des Landinger Sommers. Das gemeinsame auf der Hausbank-Sitzen bei Kaffee oder einem Bier gehört für Bürgermeister Helmut Wallner zu den Höhepunkten: „Hier trifft man sich in gemütlicher Atmosphäre und bespricht Ideen nach. Man begegnet sich viel ungezwungener als auf einer Konferenz und kann gemeinsam Projekte entwickeln.“Sich begegnen, austauschen und mit neuen Kontakten und Ideen wieder nachhause fahren – das ermöglichte der Landinger Sommer in verschiedensten Settings und zwischen unterschiedlichen Gruppen. Genau das macht ihn für Christof Isopp zur erfolgreichen Ideenschmiede: „Neues entsteht dort, wo Unterschiede verknüpft werden – und daher oft bei Begegnungen von Menschen, die einander im Alltag nie treffen würden.“








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Hössbahn Talstation Hinterstoder

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öffnungszeiten

hinterstoder.lounge, Alpineum
Mo–Fr 8–12 | 14–17 Uhr
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Bergbahnen 
8:45–12:15 | 13–16:30 Uhr
(ab 18.06. durchgehender Betrieb)
Detailinfos finden Sie hier. 
Tennishalle, Freibad, Minigolf
Mi–Mo 9:30–22 Uhr

Veranstaltungen

Landschaft revisited Kunsta..
Hösshalle
6. 7. 2017 bis 30. 10. 2017

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