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Stodertalfreunde Blog

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Aktualisiert: vor 6 Minuten 37 Sekunden

Kriegspost aus dem 1. Weltkrieg.

Fr, 06/23/2017 - 10:51
Wie es den Groß-, Ur- oder Ururgrosseltern gegen Ende des 1. Weltkrieges ergangen ist, kann man aus Briefen ersehen, die ein Stodertaler Bauer damals als verwundeter Soldat in einem Lazarett in Tirol an seine Frau geschrieben hat.

"Gute, werte, liebe, unvergessliche Annerl! (Name geändert)Am Anfang meines Schreibens begrüße ich Dich und unsere Kinder recht herzlich und ich hoffe, es werden meine Zeilen Dich, meine geliebte Annerl, und meine lieben Kinder, in bester Gesundheit antreffen. Was ich Euch allen von Herzen wünsche. Liebste Annerl und Kinder, ich mache Euch bekannt, dass es mir nicht zum Besten geht. Nämlich nicht wegen der Wunde, die ist nicht so gefährlich, aber ich bin immer so schwach. Das macht der Blutdurchfall und dazu die schlechte Menage (Verpflegung). Das macht mich ganz kaputt. Ich bin wegen Erholung in das Lazarett geschickt worden. Aber da kann ich mich nicht erholen, da werde ich noch schlechter.Meine beste, liebste Annerl, ich habe den Arzt gebittet (gebeten) wegen einer Milch. Er hat mir zur Antwort gegeben, es ist keine da. Das ist traurig. Ich kann es nicht mehr aushalten. Das Sauerkraut und Rüben und Kaffee. Lauter Wasser und kein Brot. Kaufen kann ich mir auch nichts, weil ich nichts bekomme. Meine vielgeliebte Annerl, schicke mir etwas, sei es was es will, wenn es nur was zum Essen ist. Ich bitte Dich meine liebste Annerl, sonst muss ich vor Hunger sterben. Ich bitte Dich, verlass mich nicht, ich werde Dich auch nicht verlassen, wenn ich wieder zu Hause bin. Ich schließe mein Schreiben mit vielen herzlichen Grüßen und Küssen an Dich und die Kinder und alle zu Hause. Lebe wohl".

Ein weiterer Brief: " Liebste Annerl, ich grüße Dich mit innigster Liebe am Anfang meines Schreibens und hoffe es wird Dich bei bester Gesundheit antreffen, was ich Dir und allen von Herzen wünsche. Meine allerliebste Annerl, ich mache Dir bekannt, dass ich den Brief von Dir mit herzlichster Freude erhalten habe und auch vielgeliebte Annerl mache ich Dir bekannt, dass ich auch das Kistchen was Du mir geschickt hast mit großen herzlichen Freuden erhalten habe. Meine vielgeliebte und gute Anni, es war alles in gutem Zustand. Ich mache Dir bekannt was darinnen war:
Äpfel und 2 Strutzen Brot und Zwetschken und Fleisch und Schnaps. Meine liebste und gute Anni das freut mich sehr von Dir, dass Du so gedenkt hast (gedacht hast) auf mich. Ich danke Dir vieltausendmal dafür. Alles ist sehr gut, der Schnaps der tut mir sehr gut. Weil ich immer Bauchschmerzen habe von dem sauren Kraut und Rüben und auch von den Kartoffeln, die sind so schlecht. Man bekommt sie ganz alser kalte (ganz kalt) und stinken tun sie auch. Liebste Annerl, man muss alles zusammen essen wie ein Schwein. Da muss ich auch Bauchschmerzen bekommen und wenn man wo hineingeht und will was kaufen, dann heißt es, nein, fürs Militär haben wir nichts.




Sommersonnenwende am 17.6.2017 im "KUNST-SchAU-STALL" am Prielergut

So, 06/18/2017 - 13:18
Monika und Kurt Aufner luden die Freunde des  "KUNST-SchAU-STALL`s"  am Prielergut zur Feier der Sommersonnenwende ein. Für die Gäste las Monika aus dem Buch: "Das heitere Lexikon der Österreicher" von Georg Markus, köstliche Anekdoten von Altenberg bis Zilk. Nachstehend zwei Kostproben:
Als Alexander Friedrich Rosenfeld, der sich als Schriftsteller Roda Roda nannte einmal in einem Hotel in Galizien ankam entdeckte er in seinem Bett eine Wanze. Er ließ den Portier kommen, der das Ungeziefer entfernte und den Gast mit den Worten besänftigte: "Sie können jetzt beruhigt schlafen gehen, Herr von Roda, die Wanze ist tot und die Angelegenheit damit erledigt.Als er am nächsten Morgen zum Frühstück ging, machte Roda Roda an der Rezeption halt und sagte dem Portier: "Sie haben Recht gehabt, die Wanze ist wirklich tot. Aber sie hätten sehen müssen, welche Massen von Verwandtschaft sich zur Beerdigung eingefunden haben."

                                                              **************

Verzweifelt fragte der Leibfriseur einmal Kaiser Franz Josef während der Rasur, ob er ihm helfen könne, damit sein Sohn, - den er so dringend im Geschäft brauchte - nicht zur kaiserlichen Armee eingezogen würde."Da kann ich nix tun" bedauerte Franz Josef. "Haben S` denn keinen Bekannten, der an Feldwebel kennt?".

Die Zuseher des Sonnwendfeuers für das Ferdl Auer sorgte, sangen stimmungsvolle Lieder, die Herbert Frech mit dem Akkordeon begleitete.










Die Bergschuhe des Kardinals

Fr, 06/09/2017 - 14:33
Kardinal Dr. Franz König (geb. 1905, gest. 2004), Erzbischof von Wien 1956 bis 1985, besuchte sehr gerne das Stodertal. Er wohnte in Hinterstoder im Ferienhaus bei seinem Freund und Arzt Obermedizinalrat Dr. Polterauer auf den Hutterer Böden.Im September 1983 als der Kardinal wieder einige Tage in Hinterstoder Urlaub machte, äußerte er den Wunsch, den Schrocken zu besteigen. Da ja, wie jeder der den Berg kennt weiß, daß einige Stellen nicht leicht zu überqueren sind, suchte man nach einer Weg kundigen Begleitung. Immerhin war Kardinal König 78 Jahre alt. Ausgebildete Bergführer waren an diesem Tag nicht verfügbar und so nahm es Dietmar Köck, Buchhalter der Höß Seilbahn, auf sich, den Kardinal zu begleiten. Die Leiterin des Diözesan-Archivs und des Büros des Kardinals, Dr. Annemarie Fenzl, schloß sich den Bergsteigern an. Dietmar Köck, der den Weg sehr gut kannte, empfahl dem Kardinal, feste Bergschuhe anzuziehen. Der jedoch wollte unbedingt seine bequemen "Haferlschuhe" (Halbschuhe) anbehalten. Deshalb nahm Dietmar Köck heimlich im Rucksack die Bergschuhe mit. Als die Wanderer zu den Engstellen mit den Seilsicherungen kamen, bereute der Kardinal, keine Bergschuhe zu haben und freute sich sehr, als Dietmar Köck die Schuhe aus seinem Rucksack holte und ihm beim Anziehen half.
Die Bergsteiger schafften den 2234m hohen Schrocken problemlos und am Gipfel angekommen, freuten sich einige Touristen, die gerade den Gipfel erreichten, über ein gemeinsames Foto mit dem Kardinal.
v.l.n.r. Pf. Pilz, Fr. Seuffert, Fr. Neulinger, Kardinal König,
Herr Köck


Die Bergschuhe werden angezogen


            

Heute ist dieser Blog 5 Jahre alt

Di, 06/06/2017 - 11:09
Am 6. Juni 2012, genau vor 5 Jahren, wurde in diesem Blog zum ersten Mal über das Stodertal und die Pyhrn/Priel Region berichtet.
Mittlerweile sind es rund 580 Beiträge geworden, auf die bisher Blogbesucher aus 100 Ländern              154 000 Mal zugegriffen haben. Ca.6000 bis 7000 Mal im Monat werden Seiten in diesem Blog angeklickt.

Von diesen Ländern aus wird der Blog besucht
Seitenaufrufe im Mai 2017
Bedanken möchte ich mich bei allen Besuchern des Blogs die damit ihr Interesse an unserem schönen Stodertal bekunden.
Besonders freue ich mich über Kommentare und Anregungen.
Herzlichen Dank auch denjenigen die Beiträge für diesen Blog zur Verfügung gestellt haben.                                                                                                                Heinz Schachner                                                                                                                                                                                                                                                                                                          

Wenn ein Kalb geboren wurde

Fr, 06/02/2017 - 10:59
Erinnerungen an die Kindheit eines Mädchens in einem Bauernhaus ca. 1930 im Stodertal.

"Wenn eine Kuh kalben sollte, also ein Junges zur Welt kam, schaute Vater vor dem Schlafengehen in den Stall, ob auch alles in Ordnung ist. Wenn ein Kälbchen geboren wurde durften wir Kinder nicht zusehen. Trotzdem konnten die Erwachsenen das manchmal nicht verhindern. Wir waren sehr neugierig und schauten durch das "Hühnerloch", da wo die Hühner in den Stall ein und aus gingen, genau zu, was im Stall passierte. Wir haben gesehen wie das Kälbchen aus der Kuh herausgezogen wurde. An den Beinen wurden Stricke fest gemacht und dann wurde das Kalb mit vereinten Kräften herausgezogen. Sofort wurde es mit Stroh abgerieben damit es nicht fror, denn es war ja ganz nass. Gleich nach der Geburt suchte es die Finger meiner Mutter in das Maul zu bekommen. Aber es fand bald die richtige Stelle zum Saugen an der Mutterkuh.Einmal musste der "schwarze Peter", der sich mit Tieren auskannte, aber kein Tierarzt war, geholt werden. Das Kalb steckte verkehrt in der Kuh.Er griff bis zum Ellenbogen in die Kuh hinein und musste, da es nicht herausgezogen werden konnte, das Kalb zerstückeln. Es war furchtbar anzuschauen wie das Kalb aus seiner Mutter herausgenommen wurde.  Die arme Kuh hat furchtbar geblutet. Er musste ein großes Leintuch hineinstopfen. Trotzdem kam das Blut nicht zum Stillstand. Das Herz von der Kuh hat so laut geklopft, dass wir es bis vor die Stalltüre hören konnten.Die Kuh war nicht zu retten und musste notgeschlachtet werden. Der ganze Stall roch tagelang nach Lysol, einem Desinfektionsmittel.Das Fleisch der Kuh wurde an Nachbarn ganz billig verkauft. Wir waren alle verzweifelt und haben geweint".





Erinnerung an Erich Wolfgang Korngold im "KUNST-SchAU-STALL" am Prielergut

Sa, 05/27/2017 - 13:03
Vor 120 Jahren, am 29. Mai 1897, wurde der Komponist Erich Wolfgang Korngold in Brünn geboren. Er starb vor 60 Jahren am 29. November 1957 in Los Angeles.
Zur Erinnerung an den weltberühmten Komponisten, der sowohl Opern, Symphonien als auch Filmmusik schuf  veranstalteten  Monika und Kurt Aufner im Prielergut für Musikfreunde einen Abend. Die Besucher erfuhren interessante Geschichten und Anekdoten aus seinem Leben, über die Emigration in die USA und seine Filmkompositionen für die er mit zwei "Oskars" ausgezeichnet wurde.
Erich Wolfgang Korngold


Wie ein Schulmädchen in den 1930er Jahren die Erstkommunion erlebt hat

Fr, 05/26/2017 - 10:34
"Ein unvergessliches Erlebnis war die hl. Erstkommunion.Vor der Kommunion mußten wir zur Beichte gehen und dazu gehörte die Gewissenserforschung und das Aufschreiben der Sünden auf einem Beichtzettel. Die ersten 3 der 10 Gebote konnte ich mit gutem Gewissen abhacken. Aber dann kam Vater und Mutter ehren und dabei begann mein Konflikt. Zu Vater und Mutter gehörte auch meine Stiefgroßmutter, die mich sehr streng behandelte und bei der ich oft zur Strafe auf Holzscheiter knien mußte. Warum ist das eine Sünde, wenn ich sie nicht mochte und ehrte?Erst das 6. Gebot, vom Unkeuschheit treiben, machte mich wieder nachdenklich. Mit damals 9 Jahren waren wir nicht aufgeklärt und wußten bestimmt viel weniger als Kinder heute. Wenn Erwachsene über solche heiklen Themen sprachen und Kinder im Zimmer waren hieß es immer :" Still, es sind Schindln am Dach, die brennen leicht". Alles was das 6. Gebot betraf war für uns mysteriös und geheimnisvoll. Eines Tages fanden wir ein Buch  über die Frau. Wir haben uns damit im Heustadl versteckt. Dort haben  wir ganz begeistert die Bilder von den nackten Männern und Frauen studiert. In diesem Buch stand auch wie Kinder entstehen und in den Bauch hinein kommen. Man konnte alles genau auf Bildern sehen. Es regte uns auch zum Doktor spielen an. Dabei untersuchten wir uns gegenseitig. Ich wußte nicht ob das eine große Sünde war. Irgendwie hing das alles auch mit Liebe von Mann und Frau und gern haben zusammen  und da wußten auch Erwachsene nicht Bescheid wiees in einem Lied, das Vater gerne sang, heißt.
Ich bin jüngst verwirrt, hin zum Pfarrer geschlichen,"Darf ich`s Dirndl lieben, darf ich`s Dirndl haben?""Untersteh` dich nicht, bei deiner Seel`,wenn du`s Dirndl liebst, so kommst in die Höll".
Bin ich voll Verlangen zu meiner Mutter gegangen,"Darf ich das Dirndl lieben, darf ich das Dirndl haben"?"Oh mein Kind sagt sie, es ist noch zu frua,Dirndl gern haben, lass dir Zeit dazua".
War in großen Nöten, hab den Vater gebeten,"Darf ich das Dirndl lieben, darf ich des Dirndl haben"?"Donnerschlag" schreit er in seinem Zorn,"willst meinen Stecken kosten, kannst es tun".
Was ist anzufangen, bin zum Herrgott gegangen."Darf ich das Dirndl lieben, darf ich das Dirndl haben"?"Ei ja freilich sagt er" und hat gelacht,wegen den Buben hab ich`s Dirndl ja gemacht".  Das Gebot: "Du sollst nicht stehlen" bereitete mir auch Angstzustände. Ich habe bestimmt oft ein Stück Schokolade oder Kuchen mitgehen lassen, wenn die Gelegenheit günstig war.
Bei der Erstkommunion  in der Kirche waren die Bänke mit weißen Tüchern bedeckt. Neben jedem Gebetbuch lag ein frisches Blumensträußchen.Vor dem Beichten mußte man 12 Stunden nüchtern sein und durfte nichts essen. Ich stand in der Kirche ganz hinten, weil ich keine weißen Schuhe hatte. Mit meinen schwarzen schämte ich mich. So ist niemandem aufgefallen, dass ich umgefallen bin. Mir wurde vor Hunger schlecht und eine Freundin führte mich an die frische Luft.Wir traten paarweise mit gefalteten Händen  unter den Klängen feierlicher Musik in die Kirche ein. Aufgestellt waren wir in der Reihe nach dem gesellschaftlichen Rang unserer Eltern. Zuerst die Kinder vom Bürgermeister, vom Gemeindesekretär, vom Lehrer, vom Gendarmen, von den Geschäftsleuten, vom Wirt und dann kamen die Arbeiterkinder und die Kinder von armen Leuten.Nach der Kommunion klebte mir die heilige Hostie am Gaumen und ich konnte sie nicht sofort hinunterschlucken. Ich getraute mich nicht einen Finger in den Mund zu stecken um die Hostie vom Gaumen zu lösen. Gott sei Dank konnte ich sie dann doch hinunterschlucken.
Als wir aus der Kirche gingen spielte die Blasmusik von Hinterstoder. Dann bekamen wir Heiligenbildchen mit Gold- und Silberaufdruck, die sehr begehrt waren. Zur Erinnerung an die hl. Kommunion bekamen wir ein Bild vom letzten Abendmal, das Leonardo  da Vinci gemalt hat. Damals verliebte ich mich in Johannes, den Jünger ohne Bart mit den langen Haaren".





Nächste Veranstaltungen

Mi, 05/24/2017 - 17:03
Diese Übersicht über die nächsten Veranstaltungen in Hinterstoder hat Julia Körber von der Gemeinde  zur Verfügung gestellt:


 

Botanische Maibowle in der alten Schmiede

So, 05/21/2017 - 11:10
Heuer stand die traditionelle Maibowle am 20. 5. in der Schmiede Ferstl in St. Pankraz-Kniewas im Zeichen der kapernartigen Gewächse, der Kreuzblütler und der Resedagewächse. Allen gemeinsam ist die Ausbildung des Enzyms Myrosinase, das bei Austritt von Senfölglykosiden aus den verletzten Zellen diese in Senföl, Glucose und schwefelige Säure spalten. Das gegen Fressfeinde gerichtete Senföl bewirkt aber auch den für die Würze bei Menschen geschätzten scharfen Geschmack. Auf Grund der vielen genießbaren Arten dieser Ordnung wurde für die Freunde der alten Ferstl - Schmiede eine Pflanzenlotterie veranstaltet. Jeder Teilnehmer wurde aufgefordert aus einer dieser Pflanzen, die durch ein Los gezogen wurde, eine schmackhafte Speise für die Gäste zuzubereiten. Die Teilnehmer durften dann aus einem zugedeckten Korb eine Tube von unterschiedlichen Senfspezialitäten ziehen. Anschließend wurden die köstlichen Speisen von den Gästen mit Genuss verzehrt.












Veranstaltungen

Sa, 05/20/2017 - 10:21
Diese Übersicht über die nächsten Veranstaltungen in Hinterstoder hat Julia Körber von der Gemeinde  zur Verfügung gestellt:

Dem Arbeitskreis der "Gesunden Gemeinde Hinterstoder"
zur Verleihung des Qualitätszertifikates  herzliche Gratulation  



Von den Hühnern am Bauernhof und von Legebatterien

Fr, 05/19/2017 - 17:42
Von meiner Jugendzeit, als Schulmädchen, in den 1930er Jahren.
"Wenn wir Bergbauern auch nur eine kleine Landwirtschaft hatten, so waren neben ein paar Kühen, Schweinen, Ziegen, Hasen immer viele Hühner auf dem Hof. Für die Hühner sorgten hauptsächlich meine Geschwister und ich.Wenn eine Gluckhenne Junge hatte, dann ließ sie uns nicht sehr nahe an die Kücken heran. Eine Hühnermutter bewachte alle ihre Kücken und würde mit jedem kämpfen, der ihr eines ihrer Jungen wegnehmen würde. Ich habe sogar gesehen wie sie einmal einen jungen Fuchs verjagt hat. Wenn die kleinen, wolligen Bibihenderl aus den Eiern schlüpften wurden sie schon von ihrer Mutter belehrt welches Futter sie fressen können. Sobald die Henne einen Wurm hatte, lockte sie mit einem eigenartigen meckernden Ton ihre Kücken zur Mahlzeit.Wenn die Kücken größer wurden und unter der Henne nicht mehr Platz fanden, setzten sie sich einfach auf ihren Rücken.Wir bauten für unsere Hühner Nester in die sie ihre Eier legen sollten. Leider taten sie das nicht immer und bauten sich selber ihre Nester. Eine Aufgabe für uns Kinder war es diese Nester zu suchen. Wir fanden sie an ganz versteckten Stellen und manchmal fanden wir sie erst Wochen später, wenn die Eier nicht mehr verwendet werden konnten oder die Bruthenne mit ihren Jungen zum Vorschein kam.Heute gibt es Maschinen, die das Brüten ersetzen und gleich tausende Eier auf einmal ausbrüten. Heute holen die Bauern die Kücken in einer Kiste aus der Brutanstalt nach Hause. Nur zum Eierlegen braucht man noch die Hühner. Heute gibt es Legebatterien in denen tausende Hühner gehalten werden und die Eier am Fließband produziert werden.Bei uns wurden im Frühling, wenn es noch kalt war, die Kücken in einem Karton auf den Kachelofen gestellt. Dort hatten es die kleinen Henderl warm und es war in der Stube sehr gemütlich wenn sie leise vor sich hinpiepsten. Sie fühlten sich zart, weich und wollig an.
Ich mochte unsere Hühner sehr und es traf mich bis in das Herz, wenn man sie schlachtete und ihnen einfach den Kopf abschlug. Sie hatten einen unglaublichen Willen zum Leben. Selbst ohne Kopf liefen sie noch ein paar Meter bis die Lebensgeister erloschen. Heute werden die Hühner maschinell getötet. Weglaufen können sie nicht mehr".

 




Kücken in der Brutanstalt
Legebatterie

Zum Muttertag - Erinnerung an meine Mutter

Fr, 05/12/2017 - 12:37
Eine Pensionistin, sie ist schon vor einigen Jahren verstorben, die im elterlichen Bauernhaus im Stodertal aufgewachsen ist, dann in Deutschland gelebt hat, bekämpfte ihr Heimweh in dem sie ihre Kindheits - und Jugenderinnerungen aus den 1930er Jahren aufgeschrieben hat. In diesen berührenden Aufzeichnungen dachte sie  auch an ihre Mutter.

"Je älter ich werde, desto häufiger denke ich zurück an meine Mutter. Ich sehe sie vor mir mit ihrem schwarzen, bläulich schimmernden Haar, das im Laufe der Jahre ganz weiß geworden ist. Mit geschlossenen Augen sehe ich das sanfte, wohlgeformte Gesicht mit den gütigen Augen und dem weichen Glanz, aus denen nur Liebe zu erkennen war. Ihr Blick erwärmte unsere Kinderherzen jeden Morgen und jeden Abend. Ihre Freuden waren unsere Freuden, ihr Schmerz war unser Schmerz. Ihre Sprache war unsere Sprache. Es gibt keine Stimme auf Erden, die ich lieber gehört hätte als die Stimme meiner Mutter mit ihrem Wohlklang und ihrem Dialekt. Die Mutter war für mich, meine Schwester und für meine beiden Brüder immer da wenn wir sie brauchten. Sie stand  am Morgen  als Erste auf  und ging abends als Letzte zu Bett. Hundertmal am Tag hieß es, Mutter komm, Mutter gib, Mutter hilf. Hundertmal half sie, gab sie und tröstete sie. Sie war immer bereit, immer geduldig und auf das eigene Wohl vergessend. Von meiner Mutter habe ich alles gelernt, was im Leben am Wichtigsten ist. Stets helfen, verzeihen, geduldig warten und zufrieden sein. Alles Gute in meinem Wesen verdanke ich ihr. Sobald wir sprechen konnten lernte sie uns das erste Gebet und die Hände zu falten.Aus all ihren Worten und Gesten strömte die Sorge um das seelische und körperliche Wohl ihrer Kinder. Sie besaß keine wertvollen Dinge. Alles was sie hatte konnte sie leicht auf ihrem Rücken tragen. Es war ihr auch nicht wichtig etwas zu besitzen. Meine Mutter hat mich nie um etwas gebeten auch wenn sie das eine oder andere notwendig gebraucht hätte. Und immer hatte sie zu geben und zu schenken. Sie wusste alle Liebe und Fürsorge auf uns Kinder gleichmäßig zu verteilen und doch hatte ich immer das Gefühl, als wäre sie für mich alleine da. Ihre Liebe war die Sonne meiner Kindheit". 




Holzwerke

So, 05/07/2017 - 14:36
"Rhythmus im Tal - Wissenschaft und Poesie in Holz" eine Ausstellung mit Werken von Dr. Barbara Ritterbusch Nauwerck im Alpineum Hinterstoder - Mai bis Oktober 2017
Musikalische Begleitung bei der Vernissage:
Romana Kronberger, Flöte
Christoph Radinger, Cembalo                                                              



Dr. Barbara Ritterbusch Nauwerck






Der Schulbesuch im Wandel der Generationen

Fr, 05/05/2017 - 11:45
Eine Schülerin, die 1930 in die Volksschule ging, erinnerte sich an das was ihre Mutter über ihre Schulzeit um 1900 erzählt hat."Als meine Mutter ein Schulkind war, erzählte sie, konnte sie nur ab und zu zur Schule gehen. Nur im Winter konnte sie die Schule häufiger besuchen. Da fiel weniger Arbeit an. Im Sommer musste sie bei der Bauernarbeit helfen und deshalb ließen ihre Eltern sie nicht zur Schule gehen. Für die Bauern waren die Schule um 1900 sowieso nur "Spompanadeln" und dumme "Flausen." Die Schultasche samt Inhalt war nur ein "Glumpt" (unnötiges Zeug).Die Zeugnisse oder Entlassungsscheine beachtete man kaum. Die Bücher wurden schnell zusammengepackt und in den hintersten Winkel der obersten Rumpelkammer geworfen. Viele Bauern konnten damals weder Lesen noch Schreiben.Viele Eltern warteten schon sehr darauf, bis ihre Kinder schulfrei wurden, damit sie zu einem Bauern oder Handwerker arbeiten gehen konnten. Erst dann konnten sich die Kinder selbst ernähren und lagen den Eltern nicht mehr auf der Geldtasche.Damals wollte man keine aufgeklärten Menschen sondern nur nutzbringende Menschen. Bildung und Aufklärung galten als staatsgefährdend. Man brauchte fleißige Arbeiter die man ordentlich in das Joch spannen konnte - wie man es nannte.Bildung bei den unteren Ständen lehnte man ab. Denn so sagte man: "Bildung macht Menschen kritisch und resoniersüchtig". Sie ermutigt den aufsässigen Geist der niederen Stände und zerstört die notwendige Unterordnung". Die Aristokratie und die Kirche waren die mächtigsten Faktoren, die einem Ausbau des staatlichen Schulwesens entgegenstanden.Zu Mutters Kinderjahren um 1900 war Kinderarbeit ganz normal. Kinder waren billige Arbeitskräfte und bekamen nur 1/3 des Lohns, den Erwachsene bekamen. Bei Bauern bekamen Kinder nur  Kost und Quartier für ihre Arbeit.Die Arbeitszeit betrug damals bis zu 14 Stunden täglich und das auch für Kinder nach Ende der Schulzeit.
Auf Ansuchen der Bauern wurden die Kinder vom Schulbesuch zwischen Ostern und Allerheiligen frei gestellt um daheim bei der Arbeit mithelfen zu können. Das nannte man "Sommerbefreiung".



Zäune - Zeugnis alter bäuerlicher Kultur

Do, 04/27/2017 - 17:49
Früher war jedes Feld und jede Wiese eingezäunt. Man sagte auch "eingefriedet". Gehütet, von einem Hüterbuben, wurden die Kühe eher selten.
Das Vieh wurde einfach einmal in diese, bald in eine andere der eingefriedeten Wiesen
getrieben. Einfache Zäune, wie sie gebräuchlich waren hielten nicht lange. Das Vieh versucht oft durchzubrechen und zerstörte dabei das Gehege. Nicht umsonst baute man daher schon seinerzeit die Zäune so kunstvoll
und zweckmäßig, dass sie möglichst lange hielten. Das galt auch für das "Gatterl", den primitiven, aber dauerhaften als "Schoßlucka" bezeichneten Durchgang.
Für das Gatter wurde an jeder Seite des Zaunes ein doppelter Pflock gesetzt. Diese Pflöckewaren aber ungleich, einer schwächer, der andere stärker. In den stärkeren wurden Zapfen eingebohrt.
Damit nun die Stecken fest zusammen hielten, wurden sie oben mit einemZaunring aus Fichtenästen verbunden. Dieser Gatter (Durchgang) war so wie der Zaun äußerstdauerhaft. Das Vieh konnte es nicht so leicht beschädigen. Dabei brauchte man nichteinen einzigen Nagel und kein Stück Draht kam in Verwendung. Das Passieren einer
"Schoßlucka" war nicht schwer. Man schob den Pflock einfach zur Seite und der Weg warfrei. Außerdem gab es, so erforderlich, sogenannte "Stiegel" (Stufen), die ein Übersteigen des Zaunes ermöglichten.Die Vorarbeiten für das Einzäunen begann schon im Herbst mit dem Abhacken von Ästen. Die längsten Äste mit möglichst dichtem Reisig wurden aussortiert, vom "Gras" (kleine, dünne Zweige) befreit und bis zum Frühjahr aufbewahrt. Solche kahl geputzten Äste hießen "Gachten" und wurden zum Verflechten der Pflöcke verwendet.Das im Stodertal vorwiegend gebräuchliche "Speltenhag" wurde hergestellt, indem
Lärchenpflöcke in  einem Abstand von ca. 40 cm - und zwar geschränkt - in das Erdreich 
getrieben wurden. 
Die "Spelten" aus gespaltenen Lärchenstämmen, waren ungefähr  zwei Meterlang. Sie wurden zwischen die geschränkten Pflöcke gelegt und dann eingeflochten. Das ganze Gefüge sah aus wie ein Korbgeflecht: eine Spalte, darübereine Gerte, und so weiter. Von den Fichtengerten galt: je länger, je besser und je dünner, je besser. Die Reste des alten Zaunes wurden für ein Feuer verwendet, über dem man die Gerten "bähte" (erhitzte und bog)Gleich wie in der Landwirtschaft war den Knechten auch beim "Zäunen" eine ganzbestimmte Arbeit zugeteilt. Beim Zäunen z.B. hatte der "Moar", (Chef der Knechte und Mägde)
die Stecken zu setzen. Der "Prügelknecht" legte die "Spelten", der "Ableerer" flocht die daumendicken Gerten ein,welche der "Stummel" am offenen Feuer "gebäht" (erhitzt und gebogen) hatte, um sie biegsam und drehbar zu machen. Die übrigen Knechte hatten nicht nur den Zaun zu "putzen",ihnen oblagen auch andere Vorarbeiten. Sie mussten das zum Zäunen notwendige Material,
Stecken, Spelten, Gerten, herbeizuschaffen.Was für die Gemeinschaftsarbeit beim Speltenhag galt, galt auch für andere Arten von Zäunen, z.B. für den Schwartlingzaun, der in unserer Gegend noch heute oft errichtet wird.Bei diesem Zaun lag die erste Partie auf einem Steinunterbau auf und die Gerten wurden 
sodann als "Ringe" eingeflochten. Bei diesem Zaun werden die Pflöcke aber nicht verschränkt, sondern paarweise gesteckt.Im Frühjahr gab es, an den hauptsächlich durch Schneedruck  beschädigten Zäunen, Arbeit über Arbeit. Es waren ja nicht nur die Felder und Weiden einzuzäunen, sondernauch die Weidegründe auf den mehrere Stunden entfernten Almen, die der Bauer teilsim eigenen Interesse, teils auf Grund eines Vertrages, zu umzäunen hatte. Da ging eshäufig um viele Kilometer. Als Pfarrer Lehner 1889 nach Hinterstoder kam, gab es kaum einen anderen als den Speltenzaun,
aber schon kurz nachher wurden diese Zäune immer seltener. EinfachereZäune traten an diese Stelle. Ausdrücklich betont der genannte Pfarrer in seinenAufzeichnungen, dass er es war, der die ersten Fichtenhecken gepflanzt, und dass alle derartigen 
Hecken des Ortes auf ihn zurückzuführen sind.
                                                                                         Aus der Chronik von Hinterstoder und Wikipedia














Veranstaltungen

Mi, 04/26/2017 - 13:42
Diese Übersicht über die nächsten Veranstaltungen in Hinterstoder hat Julia Körber von der Gemeinde  zur Verfügung gestellt:





In den 1930er Jahren kamen manchmal Zigeuner in das Stodertal.

Fr, 04/21/2017 - 12:36
 Ein damaliges Schulmädchen erinnert sich an die 1930er Jahre im Stodertal."Bei allen Erinnerungen an meine Kindheit dürfen auch die Zigeuner nicht fehlen. Diese anhänglichen Zuwanderer tauchten oft über Nacht auf. Die Erlaubnis für ihre Lagerplätze mußte mit der Gendarmerie vereinbart sein. In das Dorf  kamen sie als Bettler, Händler, Roßtäuscher, Wahrsager, Schirmflicker, Korbflechter, Wachszieher und Kartenaufschlager. Oft versetzten sie leichtgläubige Leute mit ihren Prophezeiungen jahrelang in Unruhe, bis das vorhergesagte Unglück dann doch nicht eintraf.Ich habe auch oft beim Kartenaufschlagen zugesehen und konnte danach selbst als Wahrsagerin auftreten. Alles was ich meiner Nachbarin Pepi vorausgesagt habe ist zum Teil auch wirklich eingetroffen.Wir hatten vor den Zigeunern Angst, weil es hieß Zigeuner nehmen Kinder mit und verkaufen sie in fremde Länder. Wenn ein Kind bei denen geboren wurde sagte man, dann wurde es in einem vorbei rinnenden Bach gebadet. Das war so Sitte, egal ob es Winter oder Sommer war. Wenn das neugeborene Baby das nicht überlebte und starb, dann sagten sie, es wäre sowieso für ein Zigeunerleben zu schwach gewesen. Meist sahen Zigeuner recht arm und schmutzig aus. Aber es gab auch Reiche in der Sippe. Manche Kinder hatten lange, geflochtene Zöpfe in denen Münzen verborgen waren.Wenn die Bauern hörten die Zigeuner kommen, dann galt es sofort, alles was nicht niet- und nagelfest war, in Sicherheit zu bringen. Die Wäsche musste von der Leine geholt werden. Obst und alle anderen leicht tragbaren Sachen wurden sofort in den Keller gebracht. Das reisende Volk, wie sie auch genannt wurden, kam gerne auch bei Einbruch der Dunkelheit oder tagsüber, wenn sie vorher genau ausgekundschaftet hatten, daß alle auf dem Feld zur Arbeit waren. Kinder hatten sie genug. Alle mußten zum Betteln herhalten. Die Zigeuner zogen bald wieder fort, weil die Gemeinde nur für ein paar Tage die Lagererlaubnis erteilte".





                                                                               Fotos aus Wikipedia

Frohe Ostern

Sa, 04/15/2017 - 17:51
Allen  Freunden des Stodertals wünschen wir ein frohes Osterfest.


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Sa, So 9–17 Uhr
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8:45–12:15 | 13–16:30 Uhr
(ab 18.06. durchgehender Betrieb)
Detailinfos finden Sie hier. 
Tennishalle, Freibad, Minigolf
Mi–Mo 9:30–22 Uhr

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Holzwerke von Barbara Ritter..
Alpineum
7. 5. 2017 bis 1. 10. 2017

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